Was macht einen guten Hundefriseur aus?

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Was macht eigentlich ein guter Hundefriseur?

Hundefriseur ist heutzutage immer noch ein seltener Beruf und ist auch mit gewissen Klischees behaftet. Ein Beruf, der eigentlich gar keiner ist, denn anders als beim Menschenfriseur gibt es für den Hundefriseur keine anerkannte oder offizielle Ausbildung. Das ist ein riesen Problem, denn es gibt keine Standards im Umgang mit den Tieren und ihrem Fell. Es gibt verschiedene Friseur-Schulen, aber auch deren Ausbildungsprogramm ist keinen festen Richtlinien unterlegen. So lernt man in einigen Friseurschulen eigentlich nur Abscheren, während man in anderen Schulen eine komplette Ausbildung über Rassen, Fellstrukturen und Schnitt-Techniken bekommt. Und dies gilt nicht nur für Hunde, auch mit Katzen kennen wir uns sehr gut aus und daher zählen zu unseren Kunden auch eine ganze Reihe Katzen.

Die Gefahr beim Hundefriseur

Da der Hund ja vom Gesetz her nur eine Sache ist, wird bei dem Beruf Hundefriseur auch keinen Wert auf Richtlinien oder Standards gelegt. Wenn ein Hundefriseur einen Hund mit der Schere oder Schermaschine verletzt wäre es also höchstens Sachbeschädigung. Es gibt leider, wie in jeder Branche, auch bei den Hundefriseuren vielen schwarze Schafe. Mangelnde Fachkenntnis, veraltete oder stumpfe, ja sogar rostige Geräte und fehlendes Einfühlungsvermögen sollten einen guten Hundefriseur NICHT auszeichnen. Manche Hunde werden sogar schwer verletzt beim Friseur. Aber was genau ist denn ein guter Hundefriseur? Zeichnet er sich nur dadurch aus jede Rasse nach Rassestandard zu frisieren? Nein, es gehört schon mehr dazu als alle Rassen perfekt schneiden oder trimmen zu können.

Die richtige Beratung

Man sollte Einfühlungsvermögen für den Hund und seine Besitzer haben. Gerade Leute, die mit ihrem Hund zu ersten Mal zu einem Hundefriseur gehen sind oft aufgeregt und haben von diesem Prozedere überhaupt keine Ahnung. Natürlich sollte ein guter Friseur sofort erkennen um welches Fell es sich handelt und wie man dieses Fell richtig pflegt. Ein Informationsgespräch und das Abklären der Erwartungen ist hier sehr wichtig. Wir erklären unseren Kunden beim ersten Mal alles ganz genau. Was genau gemacht wird, welche Werkzeuge verwendet werden, ob gewaschen werden sollte oder nicht.Wir erkundigen uns auch immer nach der „Geschichte“ des Hundes, ob er Probleme mit irgendetwas hat oder schlechte Erfahrung bei einem anderen Friseur gemacht hat. Je mehr Informationen mal als Friseur hat, desto besser kann man die Gesamtsituation einschätzen. In der Regel sind die Hunde dann recht entspannt auf dem Tisch. Bei sehr ängstlichen Hunden nehmen wir uns besonders viel Zeit, denn hier ist der erste Eindruck und die ersten Erfahrungen für den Hund besonders wichtig. Das richtige Gespür ist hier sehr wichtig.

Schönheit liegt im Auge des Betrachters

Nicht jeder Besitzer will seinen Rassehund perfekt haben, Manche wollen den Bart länger oder kurzer, die Beine dicker oder dünner haben. Wir klären vorher gerne jedes Detail ab. Bei Mischlingen ist es umso spannender, denn da liegt es am Friseur den Charakter des Hundes zu erkennen und den geeigneten Look für den Hund zu finden. Jeder Hund ist auf seine Weise schön. Es hat aber jeder Hundefriseur seine eigene Handschrift. Man kann sehr ordentlich arbeiten, aber genauso darf  auch mal ein freches Haar am Kopf oder ein Irokese stehen bleiben.  Es gibt nun mal Menschen die finden ihren abgeschorenen Hund schön. Und andere wiederum lassen keine Schere an ihren Hund.

Fragen über Fragen

Unser Rat: Fragt dem Hundefriseur ruhig Löcher in den Bauch. Wie gearbeitet wird, welches Werkzeug  verwendet wird. Welche Pflegeprodukte auf eurem Hund anwendet werden, wie lange es dauern wird etc. Erfrag alles, was ihr wissen wollt! In diesem Sinne wünsche ich euch viel Spaß bei der Fellpflege!

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